Forum für Philosophie und Politik
Ulrike Bail empfiehlt Michèle Minellis Europa-Romen Die Ruhelosen.
Fünf schöne Königinnen: Ein neues Bild für souveräne Auftritte in der Öffentlichkeit
Bei einem Denkwochenende ging es mal wieder um die Frage nach der öffentlichen Sichtbarkeit und Wirksamkeit von Frauen. Dabei wurde das Bild der fünf schönen Königinnen erfunden, das nach Ansicht von Dorothee Markert großes Veränderungspotential besitzt.
Was ist, wenn die Mutter die Tochter nicht schützen kann? Zu dem Buch von Gita Iff: Ich lebe. Ich bin.
Du sollst? Konzepte der Ethik und Kausalitäten von Geschlechterverhältnissen
Seminartagebuch von Andrea Günter zum „Denken der Geschlechterdifferenz“. 3. Teil
Postpatriarchal gedacht macht das Grundeinkommen Sinn
Eine Anmerkung von Ina Praetorius zur Debatte um die „eidgenössische Volksabstimmung für ein bedingungsloses Grundeinkommen“.
Hinter der Tür: Ein Film über weibliche Souveränität
Der Film basiert auf einem Roman der ungarischen Schriftstellerin Magda Szabó. Erzählt wird die Beziehung zwischen der Schriftstellerin Magda und ihrer Putzfrau Emerenc. Eine Empfehlung von Antje Schrupp.
Von Juliane Brumberg
In vielen Städten wird derzeit gegen „Gewalt von rechts“ demonstriert. Das finde ich einerseits gut. Es ist wichtig, dass die deutsche Bevölkerung zeigt, dass sie nationalsozialistisches und rassistisches Gedankengut nicht toleriert.
Andererseits überkommt mich bei solchen Demonstrationen immer ein ungutes Gefühl, denn hier wird nicht miteinander geredet sondern gegen die Anderen plakativ Stellung bezogen. Was fehlt, ist das in-Beziehung-gehen. Das kann zu Polarisierung führen und unerwünschte Gegenaktionen provozieren.
Allerdings ist mit Nazis und Faschos schwer ins Gespräch zu kommen, denn eine auf Toleranz bedachte Politik und Kompromisse sind ja das, was sie ablehnen.
Trotzdem meine ich, dass noch wichtiger, als zu demonstrieren, ist, herauszufinden, welches Begehren hinter dem Engagement dieser Menschen steckt: Woran liegt es, dass rechtes Gedankengut auf junge Männer und auch Frauen solche Faszination ausübt? Wie können ihre Lebensbedingungen so verändert werden, dass rechte Gruppierungen an Attraktion für junge Menschen verlieren? Was können wir als Gesellschaft, aber auch jeder und jede Einzelne von uns, die „Gewalt von rechts“ ablehnt und /oder gegen sie demonstriert hat, tun, jungen Menschen attraktivere Visionen von einem guten Leben anzubieten?
… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

Illustration: Annekatrin Zint